16.05.2018 | 14:49 Uhr

Abschlussbericht Bayern-Ei-Untersuchungsausschuss: "Behörden haben auf ganzer Linie versagt"

Über Monate hat der Bayern-Ei-Untersuchungsausschuss im Landtag versucht die Geschehnisse während und nach dem Salmonellenskandal 2014 zu rekonstruieren.

Die Behörden hätten auf ganzer Linie versagt, lautet das Ergebnis des Abschlussberichts den das Gremium am Mittag in München vorgestellt hat. Die Sprecherin der Grünen Rosi Steinberger aus Landshut sagte uns:
„Wir haben festgestellt, dass es den Behörden schon lange bekannt war, dass es immer wieder massive tierschutzrechtliche Verstöße gegeben hat. Auch was die Hygienebedingungen angeht. Immer wieder hat man eigentlich die gleichen Missstände vorgefunden und die Behörden waren immer nicht in der Lage diese abzustellen. Sie haben zwar immer wieder ermahnt und Anordnungen ausgestellt, aber es gab keine Bußgelder. Man hat eigentlich sehr lange zugeschaut.“
Morgen trifft sich der Bayern-Ei-Untersuchungs-Ausschuss zum letzten Mal. Wie berichtet sind im Sommer 2014 hunderte Menschen an mit Salmonellen vergifteten Eiern der niederbayerischen Firma Bayern-Ei erkrankt, auch einen Todesfall soll es gegeben haben. Als Konsequenz aus dem Skandal gibt’s in Bayern seit kurzem ja eine neue Kontrollbehörde für Großbetriebe.


unserRadio die Lokalreporter: Julia Reihofer

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